BEWEGENDES THEATER


Das Theaterstück „All das Schöne“ ist ein außergewöhnlicher und im gedächtnisbleibender Theaterausflug, der mit wenigen Mitteln eine große Wirkung erzielt. Statt auf aufwendige Bühnenbilder oder spektakuläre Effekte setzt die Inszenierung auf Nähe, Ehrlichkeit und die Kraft der Worte und genau darin liegt die Stärke des Stückes.
Im Mittelpunkt steht eine namenlose Hauptfigur, die als Kind beginnt, eine Liste mit all den schönen Dingen im Leben zu schreiben. Der Auslöser ist eine schwere Krise der Mutter. Um ihr zu zeigen, dass das Leben lebenswert ist, sammelt das Kind kleine, scheinbar banale Dinge: Eiscreme, Wasserschlachten, Lieblingssongs, …. Was zunächst wie eine kindliche Geste wirkt, entwickelt sich im Laufe des Stückes zu einer lebenslangen Strategie, mit schwierigen Situationen umzugehen.
Besonders beeindruckend ist die Form des Theaterstückes. Es wird meistens als Ein- Personen- Stück gespielt, wobei das Publikum aktiv eingebunden wird. Die Zuschauer übernehmen kleine Rollen oder lesen Listeneinträge vor. Dadurch verschwimmt die Grenze zwischen Bühne und Zuschauerraum. Man ist nicht nur stiller Beobachter, sondern Teil der Geschichte. Diese Interaktion sorgt für viele humorvolle Momente, aber auch für große emotionale Nähe.
Trotz des ernsten Themas wirkt das Stück nie schwer oder erdrückend. Der Humor kommt spontan und oft überraschend. Vor allem dieser Wechsel zwischen Leichtigkeit und Tiefe macht „All das Schöne“ so besonders beeindruckend. Das Stück zeigt, dass selbst in schwierigen Zeiten, Hoffnung existieren kann- oft versteckt in kleinen Alltagsmomenten.
Insgesamt ist „All das Schöne“ ein intensives, bewegendes und zugleich tröstliches Theatererlebnis. Es regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken und hinterlässt das Publikum mit einem Gefühl von Verbundenheit und Hoffnung.
Lisa Kühnel 11a
Am 18. Februar durfte der gesamte Jahrgang der neunten Klasse das Theaterstück „All das Schöne“ im Stadthaus in Elsterwerda besuchen. Schon beim Betreten des Saales war die Stimmung gespannt und neugierig. Das Stück wurde von einem einzelnen Schauspieler aufgeführt, der es schaffte, die Bühne ganz allein mit Leben zu füllen.
Besonders bemerkenswert war, wie eindrucksvoll und glaubwürdig er die Geschichte rübergebracht hat. Seine Darstellung wirkte sehr echt und emotional, sodass man sich gut in die Handlung hineinversetzen konnte. Dabei wechselte er zwischen ernsten und auch humorvollen Momenten, was das Stück abwechslungsreich und spannend machte.
Das Publikum wurde aktiv mit einbezogen. Zu Beginn wurden Zettel mit verschiedenen Wörtern verteilt. Auf jedem Zettel stand zusätzlich eine Nummer. Immer wenn der Schauspieler eine dieser Nummern nannte, musste die Person mit dem passenden Zettel das Wort laut vorlesen. Diese Wörter gehörten zu einer Liste mit schönen Dingen, die im Laufe des Stückes immer weiter ergänzt wurde. Dadurch wurde deutlich, dass es selbst in schwierigen Zeiten viele kleine Dinge gibt, die das Leben lebenswert machen.
Insgesamt war der Theaterbesuch eine besondere und eindrucksvolle Erfahrung, die sicherlich vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Valerian Heinrich (9c)

